Hochhaus für Wissen und Innovation auf dem ETH-Campus Hönggerberg

Am Schnittpunkt der Längs- und Querachse des Campus Hönggerberg entsteht das HWS. Es liegt an der Wolfgang-Pauli-Strasse beim Stefano-Franscini-Platz und verbindet die bestehenden Gebäude und Freiräume an beiden Campusachsen. Mit einem rund 80 Meter hohen Turm, einer grossen Bibliothek und öffentlich zugänglichen Bereichen schafft der Neubau zusätzlichen Raum für Lehre, Forschung und Begegnung. Mit der Vergabe an das Team um Losinger Marazzi mit Itten+Brechbühl, MAK architecture und Uniola Landschaftsarchitektur steht nun fest, wer das Projekt weiterplant und realisiert.

 

Der Neubau reagiert auf eine Entwicklung, die auf dem Campus deutlich spürbar ist: Zwischen 2010 und 2025 stieg die Zahl der Studierenden und Mitarbeitenden um 58 Prozent, die verfügbaren Flächen dagegen nur um 21 Prozent.. Die ETH schafft deshalb zusätzlichen Raum auf dem bestehenden Campus, ohne das Areal weiter auszudehnen. Das HWS entsteht an zentraler Lage und bündelt Nutzungen, die heute auf verschiedene Gebäude verteilt sind.

 

Auf rund 64’000 Quadratmetern Geschossfläche entstehen etwa 1’600 Arbeitsplätze für Mitarbeitende und knapp 1’500 Lern- und Arbeitsplätze für Studierende. Ein viergeschossiger Sockel nimmt Hörsäle, Seminarräume, die ETH-Bibliothek, das Dienstleistungszentrum, Veranstaltungsflächen und Gastronomie auf. Darüber stehen der Bibliothekstrakt und der 20-geschossige Turm für das Departement Informatik. Das heute auf mehrere Standorte verteilte Departement wird damit auf dem Hönggerberg zusammengeführt. Auch die ETH-Bibliothek zieht aus dem Zentrum auf den Campus; für das gta-Archiv entstehen neue Ausstellungs- und Archivräume.

 

Auch beim Bau und Betrieb spielt der Ressourcenverbrauch eine wichtige Rolle. Vorgesehen sind eine Holz-Beton-Konstruktion, wiederverwendbare Materialien und Fassadenelemente aus recyceltem Aluminium. Die Fassade schützt im Sommer vor Überhitzung und lässt im Winter Sonnenwärme ins Gebäude. Erdsonden, Wärmerückgewinnung und Photovoltaik bilden die Grundlage des fossilfreien Energiekonzepts. Regenwasser soll für die WC-Spülung und die Bewässerung der Aussenanlagen genutzt werden. Begrünte Dächer, der Lesegarten und der Square ergänzen das Gebäude um neue Grün- und Aufenthaltsräume.

 

Das Baugesuch soll in der ersten Hälfte 2027 eingereicht werden. Der Baustart ist für 2028 vorgesehen, die Übergabe für 2032. Über die weiteren Planungs- und Bauschritte informieren wir Sie laufend. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bauprojektes

 

Am Dialoganlass vom 22. Oktober stellen wir Ihnen das Projekt näher vor und nehmen uns Zeit für Ihre Fragen. Noch nicht angemeldet? Hier können Sie das jederzeit machen:

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